Dienstag, 17. Januar 2017

Nagelmodellage mit Fiberglasgel

Wenn Ihr an eine Nagelmodellage denkt, dann zieht Ihr sicher wohl eher die bekannten Materialien, wie UV-Gel oder Acryl in Betracht. Dabei gibt es noch eine weitere Möglichkeit um die Nägel perfekt zu modellieren – die Rede ist in dem Fall von Fiberglasgel. Dabei handelt es sich um ein mittel- bis dickviskoses Gel, dem ein Fiberglasgewebe beigefügt wurde.

Das Besondere am Fiberglasgel

Fiberglasgel ist ideal für alle, deren Naturnagel bereits strapaziert ist oder für Mädels, die unter Nagelkauen leiden. Viele kennen zudem das Problem, dass Gelnägel nicht halten. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen, wie zum Beispiel hormonelle Veränderungen oder die Einnahme von Medikamenten. Fiberglasgel ist hier eine echte Alternative.

Fiberglasgel ist im Gegensatz zu UV-Gel und Acryl sehr viel schonender und dient sowohl der Nagelverstärkung als auch der Nagelverlängerung. Es lässt sich einfach verarbeiten und ebenso leicht wieder entfernen, ohne dabei den Nagel unnötig zu strapazieren. Zudem wirken die Nägel sehr viel natürlicher, sie sind stabiler und halten bis zu sechs Wochen. Danach können diese entweder komplett entfernt oder wie gewohnt, aufgefüllt werden. Zudem müssen bei der Modellage mit Fiberglasgel keine zusätzlichen Nagelspitzen aufgeklebt werden, ein weiterer Pluspunkt also.

Fiberglasgel – so gelingt die Modellage

Zunächst muss der Arbeitsplatz entsprechend vorbereitet und alle Materialien, die für die Modellage nötig sind, bereitgelegt werden. Die eigentliche Modellage wird wie die normale Gelmodellage durchgeführt. Das Fiberglasgel wird in dünnen Schichten aufgetragen. Und muss Schicht für Schicht einzeln für etwa 2 Minuten ausgehärtet werden.

Selbstverständlich können auch hier Frenchgele oder Farbgele sowie diverse Nailart zum Einsatz kommen. Alternativ bietet sich das sogenannte Fiberglas Resin Gel, welches ganz ohne die Verwendung einer UV-Lampe auskommt. Diese Variante ist besonders bei eingerissenen Nägeln zu empfehlen.

 


Fiberglasgel Anleitung

Für diese Variante werden folgende Materialien benötigt:
  • Fiberglasgel
  • Fiberglasstreifen
  • Fiberglas-Aktivator
  • Fiberglas-Schere
  • Desinfektionsmittel
  • Feilen und Buffer
  • Nagelpflegeöl
  • Zelletten
  • eine Pinzette
  • Rosenholzstäbchen
  • Staubpinsel
Zu Beginn sollten die Hände und Arbeitsmittel desinfiziert werden. Im nächsten Schritt schiebt Ihr die Nagelhaut ganz vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen zurück. Ist dieser Schritt getan, feilt Ihr die Nägel in die gewünschte Form. Mattiert die Nägel leicht mit einem Buffer und entfernt den Feilstaub mit einem Staubpinsel. Achtet darauf, dass Ihr die Nägel nicht mehr berührt, da sich ansonsten erneut ein Fettfilm auf den Nägeln bilden kann, welcher die Haltbarkeit der Modellage negativ beeinflusst.

Gebt eine dünne Schicht des Fiberglasgels auf den Nagel und lasst es kurz antrocknen. Nun kommt der Aktivator zum Einsatz, den Ihr im Abstand von etwa 30 cm auf die Gelschicht aufsprüht. Lasst die Schicht trocknen und bearbeitet sie im Anschluss mit einem Buffer, sodass eine glatte Oberfläche entsteht.

Um dem Nagel noch etwas mehr Stabilität zu geben, ist es sinnvoll etwas von dem Fiberglasgewebe auf dem Nagel zu platzieren. Schneidet euch ein passendes Stück mit einer Fiberglas-Schere zurecht - das Gewebe ist je nach Anbieter selbstklebend, sodass es sicher mithilfe einer Pinzette auf dem Nagel platziert werden kann. Damit keine Rillen entstehen, drückt Ihr das Gewebe mit einem Rosenholzstäbchen fest.

Nun folgt eine weitere Schicht des Fiberglas Resin Gels, das ebenso wieder mit dem Aktivator besprüht werden muss. Tragt  nun noch ein bis zwei weitere Gelschichten auf und lasst diese mithilfe des Aktivators aushärten.

Kleinere Unebenheiten können nun mit einer Feile korrigiert und mit einer Polierfeile in Form gebracht werden.


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